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Haut und Ernährung

 

   Welchen Einfluss üben die Bestandteile der Ernährung auf die Beschaffenheit unserer Haut aus? Da Hautprobleme weitverbreitet sind, ist das eine interessante Frage, wobei natürlich nicht alle Hautkrankheiten auf die Ernährung zurückzuführen sind.

 

 

   Die häufigsten Hauterkrankungen sind:

  • Akne
  • Neurodermitis
  • Schuppenflechte (Psoriasis)
  • Allergien
  • Ekzeme
  • Hautpilze
  • Rosazea
  • Herpes

 

   Alle Hautkrankheiten treten in unterschiedlich stark ausgeprägten Symptomen auf, die von harmlosen roten Pusteln bis hin zu stark entzündeten, nässenden Herden reichen. Viele Haut-Phänomene sind unangenehm, aber ungefährlich und verschwinden nach einiger Zeit wieder, andere werden chronisch und wieder andere können sich unbehandelt zu einem langfristigen und ernsten Problem ausweiten.

 

   Wenn sich über längere Zeiträume hinweg immer wieder Hautprobleme bemerkbar machen, sind möglicherweise fehlende Mineral-und Mikronährstoffe der Grund, besonders bei nicht sachge­mäßer vegetarischer oder veganer Ernährung. In diesem Fall muss man die fehlenden Substanzen ergänzen.

 

 

   Welche Stoffe kommen dafür in Frage und in welchen pflanzlichen Produkten sind sie enthalten?

  • Natrium           Kochsalz (Natriumchlorid), fast überall
  • Kalium             grünes Gemüse + Salat, Bananen, Früchte
  • Eisen               Holunderb., Hülsenfr., Vollgetreide, Gemüse              
  • Selen              Nüsse, Samen, Soja, Vollgetreide, Knoblauch
  • Zink                Linsen, Quinoa, Vollgetreide, Spinat, Kürbisk., Rettich
  • Silizium           Hafer, Roggen, Kartoffeln, grüne Bohnen, Bananen        
  • Schwefel          Eiweiß (Aminosäuren), Zwiebeln, Knoblauch, Kohl
  • Phosphor         Hafer, Naturreis, Roggen, Hülsenfr., Zwiebeln, Rettich
  • Vitamin C         Früchte, Gemüse, grüne Salate
  • Vitamin A         Gemüse, Früchte in Form von Provitamin A (b-Carotin)
  • Vitamin D3       stellt Körper unter UV-Strahlung selbst her
  • Vitamin E          hochwertige Öle, Nüsse, Samen
  • B-Vitamine        Vollkorn, Naturreis, Hülsenfrüchte, Gemüse
  • Omega-3-Fettsäuren                       Öle, Nüsse, Samen
  • Alpha- und Gamma-Linolensäuren    Öle, Nüsse, Samen
  • Coenzym Q10                                 junger Spinat, Nüsse, Zwiebeln, Öle

 

   Welchen Einfluss haben diese Stoffe?

 

   Eine ausreichende Aufnahme von Vitamin A und Zink unterstützt die Erneuerung der Hautzellen. Zink hilft unter anderem bei der Kontrolle des Fettgehalts der Haut und gleicht die androgenen hormonellen Prozesse aus, die Akne hervorrufen. Zink ist zusätzlich sehr wichtig für die Bildung von Kollagen - einem Protein, welches die Basis des Bindegewebes und der Haut darstellt.

 

   Vitamin E wirkt zusammen mit Vitamin C und Kieselsäure (Silizium) bindegewebsstärkend und regulierend beim Feuchtigkeitsgehalt und Wachstum der Haut. Ein Mangel an Silizium führt daher zu einer geringeren Hautelastizität, frühere Faltenbildung und Altersflecken.

 

   Zink, Vitamin D3, verschiedene B-Vitamine sowie Eisen sind für die Wundheilung (Epithelisierung) relevant und können gemeinsam mit Omega-3 Fettsäuren und Alpha- und Gamma-Linolensäuren gegen Entzündungen eingesetzt werden.

 

   Beta-Carotin, die Vorstufe von Vitamin A, dient dem Schutz vor Sonnenlicht.

Zur Regulierung des Wasserhaushaltes und der Gesunderhaltung des Hautgewebes sind Natrium, Kalium sowie Chlorid wichtig.

 

   Schwefel ist für seine entgiftende Eigenschaft bekannt, die die Ausleitungsorgane unterstützt und so die Haut entlastet. Schwefelreiches Gemüse besitzt die Fähigkeit, den Abbau von Giften in der Leber und den Aufbau von Gallenflüssigkeit zu unterstützen. Radieschen, Rettich und Kohlgemüse enthalten viele Schwefelverbindungen wie z. B. die Aminosäuren Zystein und Methionin. Radieschen oder Rettich enthalten zudem viel Zink, Vitamin C, Phosphor und viele B-Vitamine, die für eine gesunde Haut ebenfalls wichtig sind.

 

   Coenzym Q10 kennt man aus der Werbung für entsprechende Kosmetika. Es gehört zu den Antioxidantien. Die meisten Antioxidantien sind jedoch sehr empfindliche Stoffe, die durch Erhitzen zerstört werden können. Daher sollte man antioxidative Lebensmittel am besten roh verzehren oder nur sehr

schonend dünsten.

 

   Die genannten Mikronährstoffe sind also an zahlreichen Stoffwechsel-vorgängen und als Co-Faktoren / Enzyme am Aufbau von Körperstrukturen beteiligt. Sie sind für die Wachstums­förderung ebenso zuständig wie für den Schutz vor freien Radikalen, die Zellstrukturen schädigen können. Ohne Vitamine und Mineralstoffe unterläge die Haut einer permanenten Gefährdung, wäre den Umweltschadstoffen schutzlos ausgesetzt, könnte sich nicht erneuern und wäre stark anfällig für Hautkrankheiten.

 

 

 

   Aber auch die Makronährstoffe haben einen großen Einfluss auf die Haut.

 

  Kohlenhydrate

 

   Kohlenhydrate übernehmen zusammen mit den Molekülen aus Fetten und Eiweißen die Aufgabe, für die Festigkeit des Bindegewebes und eine straffe Hautoberfläche zu sorgen. Allerdings sind nicht alle Arten von Kohlenhydraten gleichermaßen gut geeignet. Denn die Aufnahme von schnell verdaulichen, kurzkettigen Kohlenhydraten sorgt für einen sehr schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels. Daraufhin erfolgt eine hohe Insulinausschüttung und entsprechend schnelle Aufnahme von Zucker. Das bringt die Bakterien im Darm aus dem Gleichgewicht und begünstigt Entzündungen im Körper. Dafür können Rötungen und Pickel auf der Haut Signale sein.

 

   Um dies zu vermeiden sollte man auf die Kohlenhydrate verzichten, die diesen schnellen Blutzuckeranstieg verursachen, also vor allem auf (Industrie-)Zucker, geschälter Reis sowie Weißmehlprodukte (Kuchen, Brötchen, helles Brot, Pasta). Bessere Alternativen sind komplexe Kohlenhydrate, die einen deutlich langsameren Blutzuckeranstieg verursachen. Hierzu zählen vor allem Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte sowie Gemüse und Obst.

 

   Eiweiß

   

   Problemhaut zeigt sich vielfach an fehlender Festigkeit und Spannkraft. Hierbei spielen die essentiellen Aminosäuren (Eiweiß) eine entscheidende Rolle.  Sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden und sind für die Regeneration des Gewebes unbedingt notwendig.

 

   Fette

   

   Eine ausreichende Aufnahme gesunder Fette ist ebenso essentiell für den Zellstoffwechsel und damit für eine gesunde Haut. Wer eine Tendenz zu übermäßig unreiner bzw. fettiger oder auch zu besonders trockener Haut hat, muss sein Augenmerk auf eine ausgewogene Balance an ungesättigten Fettsäuren richten. Hierzu zählen die Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren, die das Immunsystem des Körpers stärken und damit auch die Haut vor entzündlichen Prozessen schützen.

 

   Hochwertige (Bio-)Öle sind kalt gepresste und native Produkte, wie beispielsweise Olivenöl, Leinöl, Rapsöl, Sesamöl und Weizenkeimöl. Diese Öle sollte man nach Möglichkeit unerhitzt verwenden, z. B. im Salat oder als Letztes über ein Gemüsegericht geben.

 

   Bei Hautreaktionen, Schuppenflechte (Psoriasis) oder zur innerlichen Pflege von Neuro­dermitis sind vor allem die Alpha- und Gamma-Linolensäuren wichtig.

 

   Wasser

   

   (Leitung-)Wasser ist unbestreitbar der wichtigste Stoff, den wir tagtäglich zu uns nehmen. Es dient als Medium für chemischen Reaktionen und Stoffwechselvorgänge, reinigt den Körper und hilft der Haut, schädliche Stoffe auszuscheiden. Zu wenig Flüssigkeit macht sich äußerlich an einer trockenen Haut bemerkbar und an deren fehlender Straffheit.

 

   Wasser gilt als Grundbaustein für den Gesunderhalt der Zellen. Je nach Körpergröße, individuellem Gewicht, Umgebungs­temperatur und körperlicher Belastung ist eine tägliche Flüssigkeitsmenge von durchschnittlich 2 - 3 Litern sinnvoll. Eine noch größere Menge braucht man bei stärkeren körperlichen Aktivitäten und damit verbundenem vermehrten Schwitzen. In dem Fall kann auch Mineralwasser sinnvoll sein, da es für zusätzliche Mineralstoffe sorgt.

 

   Auch wasserreiches Obst und Gemüse unterstützt die Haut bei der Ausleitung  von Schadstoffen.

 

 

Was ist schädlich für die Haut?

 

   In erster Linie Rauchen, Alkohol und häufiger Sonnenbrand.

 

   In zweiter Linie Zucker (siehe oben unter Kohlenhydrate). Dabei ist auch der in vielen Fertigprodukten versteckte Zucker zu berücksichtigen. Und auch Honig besteht zum allergrößten Teil aus Zucker.

 

   Sind dann Süßstoffe oder Obst eine Alternative? In den vergangenen Jahren stellte sich in Studien heraus, dass Zucker­ersatzstoffe die gleichen Stoffwechselstörungen verursachen können wie echter Zucker. Süßstoffe können ebenso kurzzeitig den Insulinspiegel erhöhen und die Darmbakterien aus der Balance bringen wie normaler Zucker. Das bedeutet, dass künstlich gesüßte Lebensmittel und Getränke nicht nur das Risiko von Insulinresistenz und Diabetes erhöhen, sondern auch Hauterkrankungen wie Akne und Rosacea begünstigen.

 

   Aber auch viel süßes Obst treibt den Insulinspiegel nach oben.

 

   Für starke Akne könnten, laut neuerer Erkenntnisse, Milchprodukte verantwortlich sein. Die in der Milch vorhandenen ca. 30 Hormone und/oder die Milchproteine so wie das tierische Fett in Butter und Käse wirken sich möglicher­weise auf die Talgproduktion und somit auf die Pickelbildung aus. Auch Unregelmäßigkeiten wie weiße Flecken oder harte, körnig wirkende Unebenheiten unter der Haut können auf zu viel Milch in der Ernährung hinweisen.

 

   Und was ist mit Schokolade?

 

   Dass Schokolade zu Pickeln führt, galt lange Zeit als Allgemeinwissen. Allerdings führt nicht der in der Schokolade enthaltene Kakao zu den Hautunreinheiten, sondern der Milch-, Fett- und Zuckergehalt. Dies zeigte eine wissenschaftliche Studie bereits im Jahr 1969. Studienteil­nehmer mit milder bis moderater Akne bekamen über vier Wochen hinweg Schokoladen­riegel beziehungsweise Placeboriegel ohne Kakao. Der aufgenommene Fett- und Zucker­gehalt war in beiden Gruppen immer derselbe. Und tatsächlich stellten die Forscher zu keinem Zeitpunkt Unterschiede zwischen den beiden Gruppen fest. Wenn jemand also ein unreines Hautbild hat und gerne Schokolade isst, sollte diese Person zu bitterer Schokolade greifen, denn diese enthält viel Kakao, keine Milch und wenig Zucker. Doch auch sie sollte sehr mäßig genossen werden.

 

   Wie ist es mit Fett?

 

   Die Studien erbringen auch hier noch kein klares Ergebnis. Einige zeigen eine Ver­schlimmerung der Hautunreinheit durch fettiges Fastfood, andere hingegen nicht. Ganz generell rückt die Lehrmeinung heute wieder von dem strikten Fettverzicht ab. Fette sind Bestandteile von Zellen und Bausteine einiger Hormone. Der Körper braucht sie, um fettlösliche Vitamine aufnehmen zu können und um Energie zu gewinnen. Hierzulande lautet die Empfehlung, nicht mehr als etwa ein Drittel der täglichen Kalorienmenge in Form von Fetten aufzunehmen. Aber wie bei Zucker ist auch bei Fett verstecktes beziehungsweise unsichtbares Fett zu berücksichtigen, – es ist zum Beispiel in Fertigprodukten enthalten.

 

 

   Was also tun bei Hautproblemen?

 

   Selbstverständlich ist die erste Maßnahme, schädliche Gewohnheiten wie Rauchen, Alkohol und übermäßigen Verzehr von Süßigkeiten aufzugeben.

Im Weiteren über seine Ernährung ganz allgemein nachzudenken und sie gegebenenfalls umzustellen.

 

   Ein wichtiger Punkt ist natürlich auch die Hautpflege. Herkömmliche Pflegeprodukte machen zwar oft den Anschein, Unreinheiten und Falten zu verhindern, doch wer nachhaltig für eine gesunde Haut sorgen will, sollte ausschließlich hochwertige Naturkosmetik verwenden. Herkömmliche Pflegeprodukte enthalten meist belastende Inhaltstoffe, die die Funktions­fähigkeit der Haut stark beeinträchtigen und im schlimmsten Fall sogar als krebserregend eingestuft werden.

 

   Kleinere Hautunreinheiten kann man oft schon allein mit diesen Punkten vermeiden. Die Ursachen von Hauterkrankungen wie Akne, Schuppenflechte oder Neurodermitis liegen jedoch meist in schwereren gesundheitlichen Problemen begründet. Es ist beispielsweise bekannt, dass chronische Darmentzündungen oder Darmpilzinfektionen für Akne oder Hautekzeme verantwortlich sein können. Akne, Hautekzeme und Co. können daher oft mit einer gründlichen Darmsanierung und einer entzündungshemmenden Ernährung gelindert werden.

 

 

   Und wie bekommt man den Darm wieder in den Griff?

 

   Ein Ernährungstrend, der auf dem Vormarsch ist, sind fermentierte Lebensmittel wie frisches Sauerkraut oder Kimchi. Solche Lebensmittel sind voll von nützlichen Milchsäure-Bakterien, die die Verdauung ins Gleichgewicht bringen und Entzündungen reduzieren.

 

   Allerdings ist es nicht empfehlenswert, sich ausschließlich von fermentierten Lebensmitteln zu ernähren. Ernährungswissenschaftler raten, diese Lebensmittel langsam in die Ernährung einzuführen, um sicherzustellen, dass der Darm genügend Zeit hat, sich an die Umstellung zu gewöhnen und langsam zu entgiften.

 

   Eine auch nicht zu vernachlässigende Ursache für Hautirritationen ist Stress. Stressbedingte Ausschüttung von körpereigenem Histamin löst oft allergische Reaktionen der Haut aus.

 

 

   Fazit: Eine vollwertige und möglichst vielseitige vegane Ernährung verbunden mit einem allgemein gesundem Lebensstil und seelischem Wohlbefinden wird im Allgemeinen für ein gutes Hautbild sorgen.

 

 

 

 

 

Quellen:

https://www.cbd-vital.de/

https://www.lzg-rlp.de/

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/

https://www.welt.de/

 

 

 

 

 

 

   

 
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