Vegan und gesund!

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Vegan und gesund?

 

Sicher haben Sie bisher immer wieder gehört, dass die völlig Tierprodukt-freie (vegane) Ernährung eine Mangelernährung sei und zu Krankheiten führe. Doch das erweist sich als Vorurteil einer Gesellschaft, die lange Jahre die Fleisch- und Milchkost verherrlicht und als unersetzlich hingestellt hat. Tatsächlich gab es immer und gibt es noch Volksgruppen und Einzelne, die so leben. Besonders in anglo-amerikanischen Ländern findet man eine wachsende Zahl von Veganern, darunter einige prominente Leute.

Allerdings, um bei weitgehend konsequenter Vegan-Ernährung keine Lücken in der Versorgung mit lebensnotwendigen Stoffen aufkommen zu lassen, ist es meiner Ansicht nach unbedingt notwendig, sich gezielt vielseitig und vollwertig zu ernähren. Das heißt, entsprechend der Definition, die ich zu Anfang gegeben habe, mit pflanzlichen Lebensmitteln, die kontrolliert biologisch gezogen, naturbelassen und so wenig wie möglich verarbeitet sind. Also: keine Fertigkost, keine konzentrierten und industriell stark verarbeiteten Produkte, keine Zucker- und Süßstoffwaren („light“ bzw. „zuckerfrei“), keine Margarine, Bratfette, billigen Öle, keine Weißmehl-Backwaren und nach Möglichkeit kein Obst und Gemüse aus dem Supermarkt.

Stattdessen sollten wir Vollkornbrot und -backwaren essen, Vollkornnudeln, Naturreis, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse aus kontrolliert-biologischem Anbau (möglichst oft als Rohkost), Sojabohnenprodukte (Tofu, Sojadrink, „SojaCremig“ u.a.), kaltgepresste Öle (bevorzugt Olivenöl, extra nativ), als Süßungsmittel Vollrohrzucker und eingedickte Pflanzen- oder Obstsäfte. Letztere drei Produktarten sind konzentrierte Lebensmittel und entsprechen eigentlich nicht der Vollwertidee. Daher sollte man sie nur sparsam einsetzen. Zu einer besseren Orientierung über eine zweckmäßige Ernährung soll die Tabelle „Vollwertkost“ auf der folgenden Seite dienen (siehe auch Hinweise zur Praxis S. 24).

Vielleicht fragen Sie sich jetzt, wie kann ich die ausreichende Versorgung meines Körpers mit allen Nährstoffen wirklich sicherstellen? Dazu gibt es ein Ernährungsmodell, das von den „Physicians committee for responsible medicine“ 1991 in den USA aufgestellt worden ist. Es besagt, dass man täglich folgende vier Komponenten zu sich nehmen soll:

 

  • mindestens 3 Stück Obst,
  • mindestens 3 Tassen rohes Gemüse oder 1,5 Tassen gekochtes Gemüse,
  • mindestens 150 g Getreide,
  • mindestens 1 Tasse gekochte Hülsenfrüchte oder 200 g Tofu oder 0,2 L Sojadrink.

 

Die im Mai 2000 bundesweit gestartete Kampagne „5 am Tag“, die u.a. von der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung getragen wird, empfiehlt, pro Tag fünf Portionen (5 Hände voll) Obst und Gemüse als Schutz vor Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu essen. Weniger reiche nicht aus, um einen positiven Effekt zu erzielen.

Wenn wir unsere tägliche Kost in dieser Form gestalten, dann zeigt es sich, dass in den Nahrungspflanzen, ihren Samen und Früchten alles Notwendige zum Aufbau und Unterhalt des menschlichen Körpers in einer idealen Kombination von Nähr-, Mineral- und Ballaststoffen, Vitaminen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen vorhanden ist. Die Aufnahme aller lebenswichtigen Substanzen im richtigen Verhältnis wird auf natürliche Weise geregelt und sichergestellt.

Um deutlich zu machen, welches hohe gesundheitliche Potential in der pflanzlichen Nahrung enthalten ist, findet man in der Tabelle auf der vorigen Seite einen Überblick über einige so genannte sekundäre Pflanzenstoffe, ihr Vorkommen und physiologische Wirkung.

 

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