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Schlehen und Gesundheit

 

 

   Wer jetzt im zeitigen Frühjahr hinaus in die Natur wandert, wird erstaunt am Waldes- oder Wegesrand Sträucher oder lichte, bis zu 5 m hohe Bäume entdecken, die in ein reinweißes Blütengewand gekleidet sind. Denn die ersten warmen Sonnenstrahlen im März locken auf ihren blattlosen, spitzdornigen, schwarzen Zweigen unzählige, zierliche, weiße Blüten hervor, die einen zarten, erfrischenden, mandelartigen Geruch haben.

 

 

Das sind Schlehen (Schlehdorn, Hagedorn, Schwarzdorn). Sie sind in Mitteleuropa, Nordafrika und in Teilen Asiens weit verbreitet. Als Rosengewächs sind Schlehen mit Pflaume, Mirabelle und Aprikose verwandt.

 

 

Bienen und Schmetterlinge lieben ihre weißen Blüten. Erst nach ihrem Verblühen kommen längliche grüne Blätter zum Vorschein. Spät im Sommer entwickeln sich dann die bereiften blauschwarzen Früchte. Sie sind kugelrund und  von etwa 1 cm Durchmesser. Nicht umsonst erinnern sie an kleine Pflaumen, denn Zwetschge, Mirabelle und Pflaume sind in vielen Veredelungsschritten aus der Schlehe gezüchtet worden. Die Schlehenfrüchte haben grünes saures Fruchtfleisch und enthalten einen relativ großen Kern. Sie können ab Oktober geerntet werden, genießbar sind sie aber erst nach einigen Nachfrösten oder einigen Tagen im Gefrierschrank. Denn durch Frost werden die Gerbstoffe abgebaut, die die Früchte herb und unangenehm schmecken lassen. Sie verlieren dann den bitteren Geschmack, machen die Zähne nicht mehr stumpf und entwickeln ein süß-säuerliches Aroma.

 

 

Schlehen sind schon seit Jahrhunderten Bestandteil der Volksmedizin. Dabei werden sowohl die Blüten als auch die Blätter und die Früchte verwendet.

 

 

Die Blüten der Schlehe enthalten:

  • Flavonoide(u.a. Quercetin, Quercitrin, Rutin, Kämpferolgykoside)
  • Blausäureglykoside
  • Cumarinderivate
  • Hyperosid
  • Amaygdalin

 

Das sind die wichtigsten Inhaltsstoffe der Schlehenfrüchte:

 

  • Flavonoide (Quercetin, Quercitrin, Rutin, Hyperosid, Kämpferolgykoside)
  • Die Vitamine C, B1,  B2,  B6 und  K
  • Gerb- und Bitterstoffe
  • Cumarinderivate
  •  Amygdalin
  • Emulsin
  • Nitritglykosid
  • Apfelsäure
  • Pektin
  • verschiedene Mineralstoffe
  • Blausäureglykoside (nur in den Kernen)

 

Wegen der in größeren Mengen giftigen Blausäure sollten Sie die Schlehenkerne niemals aufbeißen oder schlucken!

 

 

So wirkt die Schlehe:

 

  • zusammenziehend
  • harntreibend
  • mild abführend
  • entzündungshemmend in Mund und Rachen
  • schleimlösend
  • krampflösend
  • wärmend
  • schweißtreibend
  • appetitanregend
  • reinigend und anregend auf den Organismus

 

 

Bei diesen Beschwerden hilft Ihnen die Schlehe:

 

  • Blasenentzündungen
  • Nierensteine
  • Magenbeschwerden
  • Appetitmangel
  • Darmträgheit
  • Durchfall
  • Erkältungen
  • Fieber
  • Gicht
  • Hautausschläge
  • Menstruationsbeschwerden
  • Rheuma
  • Ödeme

 

Schlehenblütentee:

 

Um einen Schlehenblüten-Tee zuzubereiten, einfach eine Handvoll Blüten mit einem Liter heißem Wasser übergießen. Das Wasser sollte nicht mehr kochen, sondern maximal 70 Grad Celsius haben, um die wertvollen Inhaltsstoffe der Schlehe zu erhalten. Der Tee kann unbegrenzt ziehen und muss nicht abgeseiht werden. Legen Sie aber auf jeden Fall einen Deckel auf die Teekanne, sonst verflüchtigen sich die Wirkstoffe.

 

Als Frühjahrs-Kur zur Blutreinigung und bei Hautkrankheiten, Gicht und rheumatischen Beschwerden trinken Sie täglich 2 bis 3 Tassen. Sie können frische oder auch getrocknete Blüten aus der Apotheke für den Teeaufguss verwenden.

 

Tipp: Wenn Sie sich einen Vorrat anlegen wollen, pflücken Sie die Blüten oder Blütenknospen ganz vorsichtig zwischen den Dornen heraus, trocknen Sie sie bei Zimmertemperatur ausgebreitet auf einem Leinentuch und bewahren sie anschließend am besten in einer Dose auf.

 

Die Blüten und Blätter wirken, als Tee aufgebrüht, in erster Linie zusammenziehend, harntreibend und leicht abführend. Sie unterstützen Blase, Niere und Darm bei der Arbeit. Auch eine entzündungs-hemmende Wirkung wird ihnen nachgesagt.

 

 

Schlehenfrüchte:

 

Auch die Früchte der Schlehe, frisch oder getrocknet, sind ein Segen der Natur. Wer zum Beispiel unter allgemeiner Schwäche und Appetitlosigkeit leidet, sollte es einmal mit Saft oder Mus aus Schlehen versuchen. Auch getrocknete Schlehenfrüchte wirken heilsam auf einen angeschlagenen Magen, denn sie beruhigen und stärken ihn und regen die Verdauung an. Wer Probleme mit entzündetem Zahnfleisch oder Zahnfleischbluten hat, kann unterstützend täglich getrocknete Schlehen kauen. Die enthaltenen Gerbstoffe wirken zusammenziehend und sorgen so für weniger Zahnfleischbluten.

 

Ganz allgemein unterstützen Schlehenfrüchte das Immunsystem und haben, ebenso wie die Blüten, eine entzündungshemmende Wirkung.

 

 

Rezepte für Schlehensaft:

 

Nr. 1: Geben Sie die gewaschenen Schlehen nach einigen Frostnächten in der Natur oder dem Gefrierschrank in einen großen Topf und übergießen sie mit so viel kochendem Wasser, bis alle gut bedeckt sind. Diesen Ansatz lassen Sie 24 Stunden lang stehen. Nach dieser Zeit seihen Sie die Flüssigkeit ab, erhitzen sie wiederum zum Kochen und gießen sie erneut über die Schlehen. Wieder 24 Stunden stehen lassen, absieben, den Schlehensaft zum Sieden erhitzen und heiß über die Schlehen gießen. Diesen Vorgang wiederholen Sie 5 - 7 Mal. Mit jedem Tag wird die Flüssigkeit dunkler, süßer und aromatischer. Nach dem letzten Erhitzen wird der Schlehensaft heiß in Flaschen gefüllt und gleich verschlossen. So ist er lange haltbar. Zum Trinken können sie ihn wieder erwärmen und bei Bedarf süßen.

Nr. 2: 1 kg Schlehen waschen, in einen Topf geben und mit 250 ml kochendem Wasser über-gießen. Die Masse zugedeckt für 24 Stunden ziehen lassen, abseihen und zusammen mit 200 Gramm Zucker aufkochen. Noch heiß in Flaschen abfüllen.

 

 

Rezept für Schlehenmus:

 

Die gewaschenen Schlehen nach einigen Frostnächten in der Natur oder dem Gefrierschrank am Verarbeitungstag knapp mit Wasser bedeckt ca 15 Minuten kochen. Anschließend werden sie mittels Schöpflöffel in ein Sieb gegeben und durch portionsweise Zugabe des Kochsuds möglichst vollständig durchpassiert, bis weitgehend nur noch die Kerne im Sieb bleiben. Nach Geschmack süßen.

 

 

 

Quellen:

 

http://www.kraeuterweisheiten.de

https://www.fitundgesund.at

www.fid-gesundheitswissen.de

 

 

 

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