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Hafer und Gesundheit

 

 

Ist Hafer gesund? Na klar, das weiß doch jedes Kind. Haferflocken im Müsli oder im Haferbrei essen Millionen Menschen zum Frühstück – und schwören auf seine Sättigungskraft.

 

Aber über seine vielfältigen Wirkungen für die Gesundheit wissen sie selten Bescheid. Nicht umsonst ist der Hafer zur Arzneipflanze des Jahres 2017 gewählt worden.

 

Hafer ist von allen geläufigen Getreidearten vermutlich die mit Abstand beste und gesündeste. Es scheint fast, als würde der robuste Hafer, der auch noch unter widrigen Umständen gedeiht, seine Widerstandskraft an diejenigen weitergeben, die ihn verzehren.

 

Was macht den Hafer so besonders?

  • Er enthält leicht verdauliche Kohlenhydrate und ist deutlich nährstoffreicher als andere Getreidearten (60 g Kohlenhydrate pro 100 g, insgesamt 370 Kalorien).
  • Er enthält verhältnismäßig viel Eiweiß (13 g pro 100 g).
  • Er enthält viele ungesättigte Fettsäuren (7 g Gesamtfett pro 100 g).
  • Er ist glutenarm und somit für Menschen mit Zöliakie in kleinen Mengen oft sogar verträglich, wenn er nicht mit anderen Getreidekörnern „verunreinigt“ ist.
  • Mit 100 g Hafer kann man die Hälfte seines Tagesbedarfs an den Vitaminen B1, B6, H (Biotin) sowie den Mineralstoffen Magnesium und Zink decken. Er enthält auch Silizium (11 mg pro 100 g), das für Bindegewebe, Haut, Haare, Nägel, Knochen und Knorpel wichtig ist (Osteoporose und Arthrose!).
  • Zudem enthalten 100 g Hafer 5 mg Eisen, mehr als Fleisch, das nur 3 mg/100g enthält. Kombiniert mit Vitamin C-haltigen Früchten wird es genauso gut verwertet wie das Eisen aus Fleisch.
  • Das volle Korn liefert auch viele Ballaststoffe (10 g pro 100 g). Unter anderem die löslichen Beta-Glucane, denen antidiabetische, blutfettsenkende und krebs-hemmende Wirkung zugeschrieben wird.
  • Zudem wird durch Beta-Glucan das Peptidhormon YY (PYY) freigesetzt, wodurch dem Körper ein stärkeres Sättigungsgefühl vermittelt wird. Dieses Sättigungshormon führt nachweislich dazu, dass weniger Kilokalorien aufgenommen werden und somit das Risiko von Übergewicht gesenkt wird.
  • Wegen der vielen Ballststoffe wirkt Hafer auch stuhlregulierend.
  • In Hafer stecken viele Antioxidantien und Polyphenole, unter anderem das Avenanthramid. Dieses Antioxidans kann den Blutdruck durch eine höhere Produktion von Stickoxid senken. Das Gasmolekül Stickoxid weitet die Blutgefäße und verbessert so den Blutfluss.
  • Außerdem verhindert Avenanthramid die Oxidation des LDL-Cholesterins . Oxidiertes Cholesterin ist das Cholesterin, das Probleme bereitet und zu Ablagerungen in den Blutgefäßen führt. Besonders effektiv ist die Schutzfunktion des Avenanthramid, wenn es zusammen mit Vitamin C aufgenommen wird, denn dann hält sie länger an.
  • Zudem kann Avenanthramid Entzündungen und Juckreiz entgegenwirken.
  • Asthma ist bei Kindern eine typische chronische Erkrankung, bei der sich die Atemwege entzünden. Dadurch kann es zu wiederkehrendem Husten, Keuchen und Atemnot kommen. Das Risiko für Kinder, an Asthma zu erkranken, konnte gesenkt werden, wenn sie vor dem sechsten Monat Haferflocken zu essen bekamen.Allerdings sind einige Forscher der Annahme, dass Kleinkinder, die früh feste Nahrung bekommen, ein höheres Risiko haben, an Asthma zu erkranken. Andere Studien zeigten jedoch, dass dies nicht für alle Lebensmittel gilt, so auch nicht für Hafer.
  • Ein klassisches Hausmittel bei verdorbenem Magen ist Haferschleimbrei. Seine Inhaltsstoffe bilden eine gelartige Schutzschicht und schützen so die entzündete Magen-Darm-Schleimhaut.
  • Bäder mit Haferstroh werden bei Rheuma, Gicht, Neurodermitis und zur Nervenberuhigung sowie zur Schlafförderung empfohlen. (Haferstrohbad: 100 g gehäckseltes Haferstroh in 2 - 3 L Wasser 20 Min kochen lassen. Abseihen und ins Badewasser geben. 2x pro Woche anwenden).
  • Grüner Hafer, - die kurz vor der Vollblüte geernteten, schnell getrockneten, noch grünen oberirdischen Teile der Haferpflanze -, eignen sich zur Teezubereitung (3 g auf 250 ml Wasser, mehrmals am Tag eine Tasse davon trinken).

 

 

 

Quellen: natürlich 7.17, S. 8-11

              EAT SMARTER

              www.zentrum-der-gesundheit.de/hafer

 

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